Pflanzenschutz: Ratgeber

Du liebst deinen Garten und deine Pflanzen über alles? Es ist dir aber schon passiert, dass deine Pflanzen nicht so gedeihen wie du es willst, oder dass sich Schädlinge im Garten oder am Rasen breit gemacht haben?
Was kannst du nun dagegen tun und wie gehst du am besten mit dieser Situation um?

In diesem Beitrag geben wir dir die besten Tipps und Maßnahmen zum Thema Pflanzenschutz.

Beste Tipps für den Pflanzenschutz

1. Kranke Pflanzenteile entfernen

Eine der einfachsten Pflanzenschutz-Maßnahmen ist es, kranke Pflanzenteile zu entfernen. Dadurch verhinderst du die Verbreitung von Krankheiten auf andere Pflanzenteile. Am besten funktioniert diese Methode bei Pilzen und Insekten. Bei Pilzen erkennst du kranke Pflanzenbereiche vor allem an einer Art Belag.

Insekten dagegen verstecken sich gerne. Diese findest du am ehesten auf der Blattunterseite. Falls du einen größeren Pilz- oder Insektenbefall hast, dann lohnt sich die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Achte stets darauf,  dass du die Pflanze möglichst vollständig besprühst um auch wirklich alle Schädlinge und Pilzen zu erreichen.

2. Ausreichend und richtig düngen

Eine gut versorgte Pflanze kann sich selbst sehr gut gegen Schädlinge oder Krankheiten helfen! Wichtig dabei ist, dass sie mit Standard-Düngemittel unterstützt wird, damit eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen gewährleistet wird.

Beachte, dass beispielsweise eine Überversorgung mit Stickstoffdünger dazu führen kann, dass die Pflanze insgesamt „weicher“ wird  und dadurch vor allem Pilze ein leichtes Spiel haben.

Wenn die Pflanze dagegen mit NPK-Dünger (Standard-Dünger) behandelt wird, dann hat sie alle Nährstoffe, die sie benötigt, um schnell und effektiv die meisten Krankheiten abzuwehren.

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3. Blattfarbe beobachten

Chlorosen, auch Gelbsucht genannt, sind Verfärbungen der Blätter. Diese sind ein Zeichen von Nährstoffmangel oder -überfluss. Bei der Chlorose wird der grüne Stoff der Pflanze, das sogenannte Chlorophyll, abgebaut.

Dieser Zustand ist ungünstig, da die Pflanze Chlorophyll für die Energiegewinnung benötigt. Oft tritt diese Stoffwechselstörung durch einen einseitigen Anbau einer Pflanzensorte auf.

Ein weiterer Grund für die Gelbsucht ist beispielsweise ein hoher Kalkgehalt im Boden. Solltest du in einer Gegend mit hartem bis sehr hartem Wasser wohnen, lohnt es sich eventuell, dieses vorher durch einen Filter zu schicken und mit diesem Wasser zu gießen.

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4. Pflanzenschutzmittel nach Anleitung verwenden

Ein häufiger Fehler beim Bekämpfen von Pilzen oder Schädlingen ist es, die Pflanzenschutzmittel falsch anzuwenden. Das heißt beispielsweise, dass diese nur für einen sehr kurzen Zeitraum oder auch einmalig angewendet werden.

Du solltest daran denken, dass du auch die Blattunterseite mit dem Pflanzenschutzmittel besprühst.  Warum ist das wichtig für dich? Weil du sonst Gefahr läufst, dass du nicht alle Schädlinge oder Krankheiten erwischst.

Weiters solltest du im Hinterkopf behalten, dass viele Schädlinge – genauso wie Pilze auch – mehrere Lebenszyklen durchlaufen.

Es kann daher sein, dass die jeweiligen  Pflanzenschutzmittel nur einen dieser Zyklen angreifen können. Manche Mittel erwischen daher nur die erwachsenen Tiere, die Eier aber nicht.

Aus diesen Gründen empfehlen wir dir, immer die Anleitungen der Hersteller zu befolgen und die angegebenen Zeiten und Dosierungen einzuhalten. Weiters hilft es, dass du Pflanzen, die in der Nähe stehen, mitbehandelst, um auch wirklich alle Pilze und Insekten zu erwischen.

Tipps für drinnen

1. Ausreichend – aber nicht zu viel gießen

Wichtig für dich ist es, die Pflanzen immer richtig zu gießen. Wenn du zu wenig gießt, dann verwelken sie und sehen daher nicht mehr fit aus. Zu nass gießen ist aber genauso gefährlich – gerade bei Topfpflanzen!  Warum ist das bei Topfpflanzen gefährlich?

Erstens haben Wurzeln, die von Wasser umgeben sind, keinen Zugang zu Sauerstoff mehr. Der ist aber nötig, um mit der Erde arbeiten zu können.

Diese Bakterien sorgen dafür, dass die Pflanze Nährstoffe bekommt, die sie selbst nicht produzieren, bzw. verarbeiten kann und gibt dafür selbst Stoffe ab, welche die Bakterien beispielsweise nicht herstellen können. Ähnlich wie in unserem Darm, dort helfen die Bakterien auch bei der Verdauung.

Zweitens haben Pilze eine größere Angriffsfläche, denn sie lieben Feuchtigkeit.  Je feuchter es ist, desto besser ist dieser Zustand für diese Krankheitserreger. Dadurch, dass eine zu hohe Feuchtigkeit auch noch die Wurzeln schädigt, ist das ein idealer Angriffspunkt für die Schädlinge. Die Folge ist Wurzelfäule: Das sind braune, eventuell stinkende und sich langsam zersetzende Wurzeln.

Kleiner Tipp am Rande: Solltest du weiße Wurzeln (bestenfalls gräulich) sehen ist bei deiner Pflanze alles in Ordnung. Keine Angst: Alte, dicke Wurzeln sind oft braun – das liegt dann aber an einer Art „Rinde“ die sich auch unter der Erde bildet.

2. Gelbtafeln verwenden

Du hattest schon einmal Motten und kennst daher Klebefallen? Diese stellst du in der Regel auf, um festzustellen, ob du einen Befall hast.

Das Gleiche gibt es auch für Pflanzen – hier nennt man sie Gelbtafeln. Das sind nichts anderes als gelbe Tafeln, die mit Leim bestrichen sind. Dadurch kannst du sehr einfach feststellen, ob die Pflanze (oder die Umgebung) mit Fliegen besiedelt ist.

Am besten verwendest du solche Gelbtafeln aber nur im Haus, da diese auch Fliegen von draußen anlocken können. Daher sind sie für den Balkonbereich nicht geeignet. Beachte bitte weiters, dass Gelbtafeln nur für das Beobachten eines Befalls verwendet werden können. Es findet keine Bekämpfung statt – auch wenn die Gelbtafel innerhalb kürzester Zeit voll sein könnte!

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3. Regelmäßig umtopfen

Wenn du deine Pflanzen regelmäßig umtopfst und sie dadurch neue Erde erhalten, sind sie ideal mit Nährstoffen versorgt. Diese sind wiederum sehr wichtig für ein ideales Immunsystem der Pflanze. Dazu gehören beispielsweise Phosphate für die Energieversorgung, Kalium für den Wasserhaushalt oder auch Stickstoff für das Wachstum.

Außerdem vermeidest du mit dieser Maßnahme einen sogenannten „Rundwuchs“. In diesem Fall wachsen die Wurzeln am Rand des Topfes einmal um die Erde herum. Das ist ein sicheres Anzeichen, dass du die  Pflanze möglichst bald umtopfen solltest! Achte beim Umpflanzen darauf, dass du einen größeren Topf verwendest und die richtige Erde für deine Pflanze aussuchst. Frage am besten beim Gärtner deines Vertrauens nach, welche Erde du nehmen kannst.

Generell gilt: Pflanzen, die es relativ trocken und sonnig mögen, können in ein Sand-Blumenerde-Gemisch gepflanzt werden. Der Vorteil des beigemischten Sandes ist die bessere Durchlässigkeit von Wasser. Es kommt nicht so schnell zu einer Staunässe und damit zur Wurzelfäule. Dafür sollst du öfter mal nachgießen.

Tipps für draußen

1. Immer direkt auf die Erde gießen

Pilze lieben vor allem Nässe, daher ist es wichtig, dass die Pflanzen im Garten niemals mit Wasser „überschüttet“ werden. Was bedeutet das für dich? Du solltest immer nur die Erde gießen und nicht die Blätter der Pflanze. Wenn die Blätter nicht nass sind, können darauf auch keine Pilze keimen – somit können sich keine Krankheiten entwickeln, die Feuchtigkeit als Grundlage benötigen.

Solltest du Ideen benötigen, wie du deinen Garten am besten bewässerst, findest du in diesem Beitrag ein paar Tipps.

2. Kompost der Erde beimischen

Kompost enthält in der Regel sehr viele gute Mikroorganismen, wie beispielsweise Bakterien, Pilze oder auch Regenwürmer.  Dadurch wird der Boden im wahrsten Sinne des Wortes „belebter“ und in der Folge resistenter gegenüber Krankheiten.

Außerdem sind sehr viele gute Nährstoffe vorhanden, die deiner Pflanze einen richtigen „Boost“ verleihen können. Die Menge an Kompost, die du hinzufügen kannst, passt du am besten an die jeweilige Pflanzenart an.

So benötigen Pflanzenarten mit einem hohen Nährstoffbedarf,  wie Zuchini oder Kartoffeln,  mehr Kompost. Pflanzen mit einem sehr geringen Nährstoffbedarf,  wie Radieschen oder Kräuter, benötigen hingegen kaum Kompost.

Auch bei Blumen oder Stauden, die du pflanzt, solltest du immer etwas Kompost beimischen, damit sie prächtig gedeihen können.

Solltest du vorher schon Gemüse auf der gleichen Fläche angebaut haben, kannst du auf Kompost im neuen Jahr sogar vollständig verzichten.

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Ein Tipp für dich: Den Kompost etwas „setzen“ lassen. Die Kompostbestandteile sollten schon verrottet sein. Das ist meistens nach etwa sechs bis zwölf Monaten der Fall. Am besten siebst du den Kompost mit einem grobmaschigen Sieb durch, um den Kompost von groben Resten, wie nicht zersetzten Eierschalen oder ähnlichem, zu befreien.

3. Den richtigen Standort wählen

Bei allen Pflanzen, die du kaufen kannst, stehen Standort-Informationen dabei. Manch eine Pflanze liebt es sonnig, andere wiederum schattig, dann gibt es welche, die nicht zu viel Wasser vertragen und andere wiederum mehr.

Diese Information ist nicht nur wichtig, damit die Pflanze gut wächst – sondern eben auch für deren Abwehrkräfte. Eine Pflanze, die es sonnig liebt, wird im Schatten nicht wachsen  und wird auf Dauer auch nicht genügend Energie aufbringen, um Schädlinge abzuwehren.


Fazit: Pflanzenschutz

Du kannst einiges unternehmen, um deine Pflanzen im Garten, in deinem Haus oder deiner Wohnung zu schützen und richtig zu pflegen.

Es ist besser, im Vorhinein die oben beschriebenen Maßnahmen zu setzen, als anschließend die Pflanzen zu retten. Achte vor allem immer darauf, deine Pflanzen richtig zu gießen und kranke Pflanzenteile zu entfernen.

Damit hast du bereits sehr viel für deine Lieblinge getan. Solltest du doch einmal in die Lage kommen, dass du Pflanzenschutzmittel verwenden musst, so achte bitte genau auf die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Hersteller. Damit machst du dir das Leben wesentlich einfacher.

Nun wünschen wir dir viel Erfolg mit deinen Pflanzen!

Willst du noch weitere Informationen rund um die Themen Pflanzen und Garten haben? Hier gibt es noch einen Beitrag zum Thema: „Pflanzen vermehren“.