Unkraut zwischen Steinen dauerhaft entfernen: 11 Tipps

Unkraut zwischen Steinen dauerhaft entfernen

Steinplatten verschönern zwar Gehwege und Einfahrten, sie sind jedoch sehr pflegeintensiv. Schon nach kurzer Zeit sprießt Unkraut zwischen den Steinen hervor. Das ist nicht nur unschön anzusehen, sondern wegen der Rutschgefahr auch gefährlich. Unkraut zwischen Steinen dauerhaft entfernen ist jedoch möglich. Einige Methoden funktionieren dabei besser, andere eher weniger gut.

Für den folgenden Ratgeber haben wir 11 Tipps und Möglichkeiten gesammelt, um Unkraut zwischen Steinen dauerhaft zu entfernen. Die Varianten reichen dabei vom simplen Auskratzen bis zu speziellen Unkrautverbrennern.


Unkraut zwischen Steinen dauerhaft entfernen: 11 Tipps & Möglichkeiten

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1. Auskratzen

Eine äußerst beliebte Methode der Unkrautentfernung ist das Auskratzen mit einem Fugenkratzer oder einem Messer. Dabei wird jedes Unkraut einzeln entfernt – mitsamt der Wurzel.

Zwar kann das Auskratzen besonders auf großen Flächen sehr mühselig sein, es ist jedoch effektiv: Wenn die Wurzeln auch ausgerissen werden, dauert es wieder deutlich länger, bis neues Unkraut nachwächst.

Das manuelle Auskratzen „auf allen Vieren“ kann vor allem im Kniebereich Probleme verursachen. Aber dazu weiter unten mehr.

2. Salz

Salz gegen UnkrautGleich vorab: Hierbei handelt es sich um eine umwelt­schädliche Variante der Unkraut­entfernung. Wer Unkraut zwischen Steinen dauerhaft entfernen möchte, findet im Salz sicherlich einen starken Partner – doch das Salz versickert anschließend ins Erdreich und ins Grundwasser.

Für wen das kein Problem darstellt oder wer nur einen sehr kleinen Bereich reinigen möchte, der muss zuallererst eine Salzlösung im Mischverhältnis 1:10 mit Wasser zusammenmixen. Diese Mischung wird dann über die betroffenen Flächen verteilt.

Der Wirkmechanismus von Salz ist schnell erklärt: Das Salz wird vom Unkraut aufgenommen und gelangt bis zu den Wurzeln. Anschließend trocknet das Gewächs aus und stirbt ab.

 Übrigens: Vorsicht ist in der Nähe von Blumen, Bäumen oder anderen Gewächsen geboten. Gelangt das Salz zu ihnen, besteht auch dort die Gefahr des Absterbens.

3. Hochdruckreiniger

Hochdruckreiniger gegen UnkrautVergleichsweise umwelt­schonend ist das Entfernen von Unkraut zwischen Steinen mit einem Hochdruckreiniger. Das Gerät stellt einen starken Wasserstrahl her, mit dem das Unkraut sehr effektiv entfernt werden kann.

Wichtig ist hierbei, dass der Wasserstrahl des Reinigers direkt auf die betroffenen Unkraut-Stellen gerichtet wird. Arbeitet man präzise genug und lässt den Strahl eine Zeit lang auf das Unkraut gerichtet, stirbt auch die Wurzel ab.

Das praktische am Hochdruckreiniger ist, dass nicht nur das Unkraut entfernt wird, sondern auch gleich die Steine mitgereinigt werden. Handelt es sich bei den verlegten Platten jedoch um empfindlicheres Material, muss man beim Einsatz eines Hochdruckreinigers Vorsicht walten lassen.

Generell kann es bei diesen Geräten passieren, dass kleine Partikel mit einer hohen Geschwindigkeit durch die Luft geschleudert werden. Andere Menschen oder Tiere sollten genügend Abstand halten. Der Bediener des Hochdruckreinigers zieht am besten eine Schutzbrille an.

4. Kochendes Wasser

Kochendes Wasser gegen Unkraut zwischen SteinenSehr heißes Wasser ist zwar im kochenden Zustand für viele Dinge und Lebewesen schädlich – nach der Abkühlung ist es aber einfach nur noch kaltes Wasser. Dadurch ist diese Methode eine der umweltfreundlichsten überhaupt.

Da hierfür größere Mengen an kochendem Wasser nötig sind, eignet sich dieses Mittel eher für kleine bis mittelgroße Areale.

Das kochende Wasser wird direkt auf die betroffenen Bereiche geschüttet. Die Hitze verbrüht das Unkraut und die Wurzeln sofort. Sogar Samen, die in Kontakt mit der erhitzten Flüssigkeit kommen, sterben so ab.

Möchte man damit Unkraut zwischen Steinen dauerhaft entfernen, ist es besonders wichtig, dass wirklich genug kochendes Wasser in Kontakt mit dem Unkraut kommt. Bleiben Teile unverbrüht, kann daraus wieder neues Gewächs entstehen.

Nach der Bearbeitung wartet man, bis alles abgekühlt ist und zieht die abgestorbenen Unkraut-Überbleibsel heraus. Auch mit einem Kehrbesen für raue Böden kann das Unkraut danach entfernt werden.

5. Unkrautverbrenner / Abflammgeräte

Wie das kochende Wasser, wirkt auch der Unkrautverbrenner mit Hitze. Das Gerät verbrennt nämlich alle Kräuter und Gewächse, die ihm in die Quere kommen.

Da die Flamme 1.000 Grad Celsius und mehr erreichen kann, muss man sich vor dem Einsatz der Geräte unbedingt darüber informieren, wie hitzebeständig das Material der Steinplatten ist. Es wäre nämlich alles andere als schön, wenn neben dem Unkraut auch der Boden zerstört wird.

Einen großen Vorteil bieten die meisten Abflammgeräte durch ihren langen Teleskopstiel, welcher das Arbeiten im Stehen ermöglicht.

Unkrautverbrenner ermöglichen eine rasche und komfortable Entfernung von Unkraut auf größeren Flächen. Da man hier jedoch mit Gas hantiert, muss man Vorsichtig sein. Diese Abflammgeräte haben außerdem den großen Vorteil, dass nach getaner Arbeit das Unkraut für eine relativ lange Zeit fernbleibt.

6. Unkrautvernichter (chemisch)

Pestizide gegen UnkrautEine definitiv umwelt­schädliche Option sind chemische Unkrautvernichter. Sie greifen das Unkraut mit speziellen Mixturen an.

Um Unkraut zwischen Steinen dauerhaft entfernen zu können, sind chemische Unkrautmittel sicher effektiv und haben eine starke Wirkkraft. Leider sind die Mittel sehr schädigend und können auch Steinplatten und umliegende Gewächse angreifen.

Ein Windstoß in die falsche Richtung genügt, um die Partikel des Vernichters in Richtung des Rasens oder angrenzender Blumen zu tragen. Auch diese werden nach einem Kontakt mit der Chemie schnell absterben. Wir empfehlen den Einsatz solcher Mittel schon alleine aus umwelttechnischen Gründen nicht.

Wer jedoch mit dem Unkrautbefall zwischen den Steinen gar nicht mehr zurechtkommt oder mit anderen Tipps keinen Erfolg hatte, kann es mit einem chemischen Unkrautvernichter probieren. Hier sollte man jedoch beachten, dass viele dieser Präparate in den meisten europäischen Ländern streng reguliert oder gänzlich illegal sind.

7. Sand

Zugegeben – Sand ist eher als vorbeugende Maßnahme vor dem Unkrautbefall anzuwenden.

Dazu wird der Sand kleinteilig in allen Fugen als dicke Schicht verteilt. Das Unkraut tut sich dadurch sehr schwer und kann in den meisten Fällen nicht durch die dicke Sandschicht dringen (oder braucht dafür deutlich länger).

8. Unkrautvlies

Vor dem Verlegen neuer Steine / Steinplatten sollte man über Unkrautvlies nachdenken.

Dabei handelt es sich um eine solide Folie, die auf der gesamten Fläche, auf der Steine positioniert werden sollen, unterlegt wird. Das Unkrautvlies sollte UV-stabil und nicht zu dünn sein, um eine lange Haltbarkeit zu garantieren.

Bei Unkrautvlies handelt es sich um eine umweltfreundliche Variante der Unkrautvermeidung. Die Verlegung eines speziellen Unkrautvlieses ist jedoch eine rein vorbeugende Maßnahme.

9. Bio-Unkrautvernichter

Viele Unternehmen werben mit Bio-Unkrautvernichtern. Diese sollen ebenfalls eine Anti-Unkraut-Wirkung haben, jedoch deutlich weniger umweltschädlich als herkömmliche Pestizide sein.

Beide Behauptungen sind jedoch nicht bei allen Produkten wahr. Ein Bio-Siegel ist schnell auf die Verpackung gedruckt – ebenso wie die Behauptung, dass es gleich gut wirkt wie normale Unkrautvernichter.

Beim Kauf eines „Bio-Mittels“ lohnt sich der Blick in die Rezensionen im Online-Shop.

10. Essig

Umweltfreundlicher als Salz oder Unkrautvernichter, schädlicher als kochendes Wasser: So würden wir Essig im Einsatz gegen Unkraut zwischen Steinen bezeichnen.

Zwar ist Essig im alltäglichen Leben bei vielen Dingen gut zu gebrauchen – objektiv gesehen ist es jedoch auch eine Säure, die in einem natürlichen Gartenumfeld nichts zu suchen hat. Auch was Naturschutzgesetze in vielen Ländern betrifft, sollte der Einsatz von Essig gut überlegt sein.

Möchte man trotzdem Essig verwenden, um Unkraut zwischen Steinen dauerhaft zu entfernen, muss zuerst eine Mischlösung aus Essig und Wasser hergestellt werden. Je mehr Essig dabei verwendet wird, desto stärker wird der Mix. Die Flüssigkeit wird anschließend über die Fugen geschüttet.

Nach einer Einwirkzeit von mehreren Stunden wird das Unkraut dann entweder händisch entfernt oder mit einem grobbürstigen Besen weggekehrt.

11. Straßenbesen

Kehren gegen UnkrautBesen mit steiferen Borsten eignen sich gut dazu, um Unkraut „wegzufegen“. Hier ist jedoch einiges an Körpereinsatz gefragt.

Mit einem Straßenbesen lassen sich weit hervorstehende Blätter rasch entfernen. Die Wurzel wird jedoch nicht angetastet. Das ist daher nur eine ungenaue Methode, um die gröbsten Verunreinigungen schnell zu entfernen – beispielsweise vor einem Besuch.

Wer Unkraut zwischen Steinen dauerhaft entfernen möchte, wird jedoch immer auch die Wurzel zerstören müssen. Nur so bleibt man längere Zeit vor erneutem Unkrautwachstum geschützt.


Knieschmerzen? Das hilft!

Eine der empfehlenswertesten Möglichkeiten um Unkraut zwischen Steinen längerfristig zu stoppen, ist das manuelle Entfernen der Gewächse. Dabei kniet man unter Umständen die ganze Zeit auf den harten Steinen. Das ist nicht nur äußerst unbequem, sondern auch gesundheitsschädigend.

Wir empfehlen daher den Einsatz von Knie-Pads oder Kniekissen. Das sind speziell angefertigte weiche Pölsterchen, die dafür geeignet sind, die Knie darauf abzustützen. Bei Arbeiten, bei denen man auf allen Vieren arbeitet, sind diese Produkte unabdingbar.

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Fazit: Unkraut zwischen Steinen dauerhaft entfernen

Unser Beitrag hat gezeigt, dass es einige Optionen und vorbeugende Maßnahmen gibt, um dem Unkraut Einhalt zu gebieten. Sie unterscheiden sich dabei in ihrer Wirkweise, Wirksamkeit und Umweltfreundlichkeit.

Während das manuelle Auskratzen zwar sicherlich sehr anstrengend und langwierig ist, verspricht es große Erfolge bei der langfristigen Bekämpfung von Unkraut. Das gleiche gilt für kochendes Wasser und das Verlegen von Unkrautvlies. Mit chemischen Mitteln, wie Salz, Essig oder Unkrautvernichter, wird man das unschöne Kraut sicherlich auch schnell los – aber es ist alles andere als umweltschonend.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, erst als allerletzten Ausweg zu den chemischen und aggressiven Mitteln zu greifen.